Gears of War 4 im Technik-Test – PC-Version trotzt vor Power

Gut dreieinhalb Jahre mussten die Fans warten, ab kommenden Dienstag ist es wieder so weit: Gears of War – Teil 4 erscheint als neuester Ableger der Serie. Diesmal nicht nur für die Xbox One, sondern gleich auch für den PC.

Gears of War 4 setzt als Betriebssystem Windows 10 voraus, obendrein muss das Anniversary Update installiert sein. Der Download umfasst satte 74 GByte, immerhin ist per Store mittlerweile die Partition auswählbar. Installiert belegt Gears of War 4 nämlich mal eben 80 GByte.

Neben einer Kampagne, die auch im lokalen Splitscreen-Coop-Modus gezockt werden kann, gibt es klassisches (Team-)Deathmatch und den Horde-Multiplayer, bei dem Wellen an Gegnern auf uns einstürmen. Technisch basiert Gears of War 4 auf einer modifizierten Unreal Engine 4, die für die PC-Version noch ein paar Extras spendiert bekommen hat.

Das Grafikmenü bietet eine Menge an Einstellungsmöglichkeiten mit fünf Presets. Wir empfehlen mindestens die hohe Stufe, denn ab der mittleren verliert die Optik sichtlich an Qualität. Wer die maximale Grafikleistung sehen mächte, kann die Oberflächenreflektionen und die Tiefenunschärfe von Ultra auf Wahnsinnig steigern.

Bei allen Grafikoptionen erhaltet ihr Infos darüber, ob eher die Grafikkarte, deren Videospeicher oder der Prozessor belastet werden.

Eine Mittelklasse-Grafikarte reicht

Der Shooter ist gut skalierbar. Das Spiel startet anders als manch anderer aktueller Titel auch bei nur zwei CPU-Kernen, die Leistung eines halbwegs modernen Dualcores wie des Pentium G4400 reicht für 30 fps. Vier statt zwei Kerne sorgen für einen deutlichen Leistungszuwachs, darüber hinaus skaliert Gears of War 4 kaum noch. SMT steigert die Bildrate.

Beim Videospeicher ist der Titel recht genügsam, denn Ultra-Texturen und -Shadow-Maps belegen laut der spieleigenen Anzeige und diversen Tools nur rund 4 GByte. Wer eine Grafikkarte mit 3 GByte oder 2 GByte verwendet, sollte mittlere Pixeltapeten und Schatten auswählen, da die hohe Stufe immer wieder zu Nachladerucklern führt. Wichtig: Eine Änderung der Texturqualität erfordert ein erneutes Laden des Spielstands vom Hauptmenü aus.

Für unsere Benchmarks haben wir die von AMD und Nvidia für Gears of War 4 gedachten Grafiktreiber verwendet: die Radeon Software 16.10.1 Crimson und den Geforce 373.06 Game Ready. Nennenswerte Leistungssteigerungen zu den vorherigen Versionen konnten wir nicht feststellen. Als Testszene verwenden wir ein Gefecht gegen humanoide sowie Spinnen-Roboter; sie ist trotz des kleinen Areals fordernd. Obacht: Der im Grafikmenü integrierte Benchmark läuft deutlich flüssiger als das eigentliche Spiel.

Um in 1080p mit Ultra-Details über 60 fps zu erzielen, muss es eine Geforce GTX 1060 oder Radeon RX 480 oder ein ähnliches flottes Modell sein. Darunter fallen die Geforce GTX 970/980 und die Radeon R9 290X/390(X). Mit mittleren bis niedrigen Details läuft Gears of War 4 auf Karten wie einer Radeon HD 7850/7870 oder vergleichbar mit 30 bis 40 fps. Für Auflösungen wie 1440p genügen eine Geforce GTX 1060 oder Radeon RX 480, für über 60 fps muss es aber mindestens eine Geforce GTX 1070, eine Radeon Fury X oder eine Detailreduktion sein. In 4K-UHD dürfte ohne auch eine Geforce GTX Titan X ruckeln.

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