Fallout 4-DLC Automatron im Test – Wir bauen uns einen Roboter

Endlich gibt es wieder was zu tun im Ödland von Fallout 4! Im ersten DLC des Action-Rollenspiels namens Automatron bauen wir unseren perfekten Begleiter allerdings mit Macken.

Wer keinen Season Pass für Fallout 4 hat, bezahlt für Automatron 9,99 Euro. Der DLC benötigt gerade mal 475 MB auf der Festplatte. Sobal man Level 15 erreicht hat, führt uns ein Notsignal zur Startquest des Download-Abenteuers. Eine Horde durchgedrehter Roboter zieht durch das Commonwealth und will die Menschheit vernichten. Zudem wollen Raider Jagd auf auf diese Roboter machen, um selber Roboter herzustellen und in den Kampf zu schicken.

Automatron-Fakten auf einen Blick

Preis: 9,99 Euro
Größe: 475 MByte
Mindest-Charakterlevel: 15
Spieldauer: ca. 3 Stunden
Neue Waffe: Teslagewehr
Neue Items: diverse Klamotten etc.

Wer jetzt noch nicht zuschlagen möchte: Ab dem 30. April 2016 gibt es bei Amazon Automatron und den zweiten DLC Wasteland Workshop zusammen als »Code in the Box« für knapp 16 Euro.

Wir bauen uns einen Gefährten

Klar wollen wir das Roboterproblem beseitigen und begeben uns bieten dem Endboss der Erweiterung direkt mal unsere Stirn. Er nennt sich Mechanist und hat sich gut versteckt. Aus diesem Grund benötigen wir die Hilfe unserer neuen Robo-Begleiterin Ada. Erst einmal rüsten wir Ada mit einem Peilsendern, damit sie den Mechanist für uns ausfindig machen kann. Außerdem erhalten wir einen Bauplan für eine neue Werkbank, an der wir Ada mit allerlei Bauteilen wie Nah- und Fernkampfwaffen, Gliedmaßen, Panzerung, Lackierung und zahlreichen Goodies verbessern und an unsere Bedürfnisse anpassen können. Halten wir von Ada Ada nicht so viel, kommt später auch noch ein zweiter weiblicher Roboter zu uns. Zudem können wir unseren metallischen Begleiter einen eigenen Namen und eine passende Stimme verpassen. Was macht uns eine menge Spaß! Der Fantasie bezüglich der Anpassungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. DOCH die besten Optionen sind an Perks gebunden. Robotikexperten und Wissenschaftler können hier richtig auftrumpfen.

Fehlende Cleverness

Ca. zwei Stunden lang kämpfen wir gegen Roboterhorden und finden schließlich das Versteck des Mechanisten. Das fällt recht groß aus und gibt noch mal eine knappe Stunde Spielzeit. Unser Blechdosen-Begleiter ist natürlich mit von der Partie und verhält sich genauso, wie wir es von den Begleitern in Fallout 4 eben gewohnt sind: Er rennt in die Schusslinie, steht im Weg herum, hat Probleme bei der Wegfindung und versteht trotz eingebautem Hackmodul oft nicht, wenn er Terminals hacken soll. Wer sich daran gewöhnt hat, freut sich über die perfekten Gefährten. Wer mit den Begleitern nichts anfangen kann, erhält zumindest die neue Questreihe die insgesamt um die drei Stunden Zeit in Anspruch nimmt.

Schwacher Endboss

Der Mechanist ist kein besonders packender Bösewicht. Mittelprächtige Story, schwache deutsche Sprachausgabe für einen Erzfiesling, und eine Auflösung der Geschichte ohne irgendwelche Staunmomente. Zudem gibt es im Versteck des Endgegners zahlreiche Passagen, die wir nur mit einem der neuen Robo-Begleiter überwinden können. Und dank deren lausiger Wegfindungs-KI lassen die blechernen Kollegen schon mal unangenehm lange auf sich warten. Immerhin – je weiter man sich durch die neuen Quests arbeitet, desto mehr Modifikationen und Upgrades schaltet man für die maßgeschneiderten Begleiter frei. Als wir mit dem DLC fertig sind, hat unser neuer Gefährte einen Gatling-Laser, einen Hammer mit eingebauter Kreissäge, einen Granatwerfer und eine Abschussvorrichtung für Mini-Atombomben. Da kann Dogmeat echt einpacken. Ein paar schicke neue Klamotten und ein cooles Teslagewehr, das Kettenblitze verschießt, stecken ebenfalls im DLC.

Fazit

Wer keinen Season Pass hat und weiterhin alleine durchs Ödland laufen möchte, kann auf Automatron verzichten. Doch die Anpassungsmöglichkeiten für den persönlichen Roboter sind echt gelungen. Von Nah- oder Fernkampf oder eine Mischung über Schlossknacker oder doch Hacker bis hin zum Healer – der Roboter lässt sich individuell nach seinen eigenen Bedürfnissen anpassen. Für den Spaß braucht man aber auch die richtigen Perks. Denn was bringt solch ein toller Mitstreiter, wenn er dauernd in einem Türrahmen steckenbleibt, einem ständig in den Schuss läuft und alle paar Minuten mit einem speziellen Werkzeugkasten repariert werden will? Dann doch weiterhin mit Meat-Dog durch das Ödland rennen.

Auch der Mechanist macht das nicht wett. Sein Dungeon unterscheidet sich spieltechnisch nicht von vergleichbaren Locations im Basisspiel. Immerhin gibt es zu den Robotern eine ganz nette Hintergrundstory, welche in Form von Texten in Terminals verfasst ist. Der Endboss selbst ist jetzt kein besonderes Highlight. Automatron ist nicht schlecht, jedoch bietet er lediglich etwas mehr von dem, was sowieso schon im Spiel ist. Wer Lust darauf hat und gern einen eigenen Roboter bauen will, wird mit dem DLC sicher seine Freude haben. Besitzer des Season Pass nehmen den Inhalt sowieso mit.

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