Windows 11: Forza Horizon 6 lädt in nur 4 statt 90 Sekunden

Microsoft reduziert Ladezeiten und Shader-Stottern nahezu vollständig.

Mit Advanced Shader Delivery (ASD) stellt Microsoft eine neue Technologie für Windows-PCs vor, die Ladezeiten massiv verkürzt und Shader-Stottern nahezu vollständig eliminiert. Wie groß der Effekt ausfallen kann, zeigt sich aktuell besonders deutlich bei Forza Horizon 6.

Laut Microsoft sinkt die Ladezeit mit aktiviertem ASD von zuvor rund 90 Sekunden auf nur noch etwa 4 Sekunden – eine Reduktion um rund 95 Prozent.

Die Messungen basieren auf folgender Hardware:

  • AMD Radeon RX 7600
  • AMD Ryzen 7 5800

Das System erinnert in seiner Funktionsweise an Valves Shader-Precompiling auf dem Steam Deck, wird hier jedoch erstmals direkt in Windows integriert.

Kern der Technologie ist die Vorab-Kompilierung von Shadern bereits während Installation und Download. Dadurch entfällt die sonst übliche „Just-in-Time“-Kompilierung während des Spielens, die häufig für Ruckler und lange Ladezeiten sorgt.

Zusätzlich reduziert ASD laut Microsoft auch das bekannte Shader-Stuttering deutlich und sorgt insgesamt für ein wesentlich flüssigeres Spielerlebnis.

Aktuell wird die Technik von folgenden GPU-Architekturen unterstützt:

  • AMD RDNA 3
  • AMD RDNA 3.5
  • AMD RDNA 4

Vorausgesetzt werden außerdem:

  • Windows 11 24H2 oder neuer
  • Xbox Gaming Services Version 37.113.11003.0 oder höher
  • aktivierte Xbox Insider Preview
  • AMD Adrenalin 26.5.2 oder neuer
  • PC-Version von Forza Horizon 6 über Microsoft Store oder Game Pass

Ist ASD korrekt aktiv, erscheint beim Start von Forza Horizon 6 der Hinweis „Vorcompilierte Shader installiert“.

Microsoft hat zudem bestätigt, dass die Technologie künftig auf weitere Windows-Geräte und zusätzliche Hardware ausgeweitet werden soll. Entwickler können ASD bereits jetzt über das neue AgilitySDK in eigene Projekte integrieren.

Langfristig könnte Advanced Shader Delivery damit zu einer der wichtigsten technischen Verbesserungen für modernes PC-Gaming und kommende Xbox-Systeme werden – insbesondere bei großen Open-World-Titeln und Unreal-Engine-Spielen, die bislang häufig unter Shader-Stottern leiden.

Quelle: devblogs

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