Mirror’s Edge Catalyst im Test – Rennen für die Freiheit

In Mirror’s Edge Catalyst spielt ihr die junge Faith, die sich gegen ein mächtiges Konglomerat auflehnt, das sie vor allem durch ihre Parcours-Künste besiegen muss. Ob der zweite Teil wirklich nötig war, erfahrt ihr hier.

Mirror’s Edge Catalyst knüpft nicht direkt an den ersten Teil an, sondern erzählt die Hintergrundgeschichte von Faith etwas detaillierter.Die Story wird in Zwischensequenzen erzählt, die sehr schön anzusehen sind. Sie lassen den Spieler allerdings inhaltlich kalt, da der Stoff sehr konstruiert wirkt und bis auf Faith alle Charaktere wie ihr Mentor Noah oder andere Runner wie Icarus blass bleiben.

Deutlich besser ist das Gameplay, welches ihr per Tutorial erlernt. Im Prinzip geht es darum, in der Stadt so schnell wie möglich von A nach B zu gelangen. Dabei müsst ihr Hindernisse überspringen, an Wänden entlanglaufen, an Vorsprüngen hangeln und über Rohre balancieren. Gleichzeitig müsst ihr Wachen wahlweise abhängen oder besiegen.

Bis die Läufe smooth und erfolgreich gelingen, ist einiges an Einarbeitungszeit und Übung nötig. Die Steuerung mit Pad oder Maus und Tastatur, bestraft kleinste Fehler. Wenn Sprünge nicht gut getimed sind, die Kurve an der Wand nicht gekriegt oder sonst etwas falsch gemacht wird, fällt in die Tiefe und stirbt. Für euch bedeutet es: wieder zurück zum letzten Checkpoint.

Habt ihr erstmal den Dreh raus, könnt ihr durch das Aneinanderreihen von Sprüngen sogar vorübergehend unverwundbar werden. Was uns nicht so gut gefällt sind die Kämpfe. Hier tritt Faith im Gegensatz zu Teil 1 komplett ohne Schusswaffen an. Ihre Angriffe wirken oft starr und immer gegen die gleichen Standardgegner zu kämpfen langweilt auf Dauer.

Open World

Mirror’s Edge Catalyst bietet euch eine offene Welt. So könnt ihr auf einer Übersichtskarte Missionen auswählen und markieren. Dabei zeigt euch eine rot gefärbte Runner Vision den Weg. Neben den Hauptmissionen gibt es eine Menge Nebenaufträge, wie unter Zeit und ohne Anhalten Kurierdienste zu leisten, Speicherchips einzusammeln und Kontaktpersonen zu treffen.

Zur Abwechslung findet ihr auch immer wieder Dashes. Das sind vorgegebene Laufstrecken, die in möglichst kurzer Zeit absolviert werden sollen. Die Zeit wird dabei online auf Anzeigetafeln geteilt.

Mit jeder erfolgreichen Missionen könnt ihr Ausrüstung, Kampf- und Laufeigenschaften von Faith verbessern. Optisch ist der Titel wie immer gelungen, jedoch wirken einige Innenareale, Dachszenerien und die immer gleichen Wachleute recht kalt und ohne Leben. Außerdem kommt es am PC teils zu fps-Drops und einigen Rucklern, die aber per Patch behoben werden sollen.

Mirror’s Edge Catalyst ist ab dem 9. Juni 2016 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 verfügbar und kostet 50 (PC) beziehungsweise 60 Euro (Konsolen). Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 12 Jahren erhalten.

Fazit

Zwar wollte DICE die Hintergrundgeschichte zu Faith besser erzählen, scheiterten aber dennoch trotz ansehnlicher Cutscenes.

Bis die Läufe und Sprünge geschmeidig und erfolgreich gelingen, ist etwas Übungszeit nötig. Die Steuerung ist sehr fein, sodass falsches Timing oft den Tod bedeuten. Doch wer es dann richtig drauf hat,  kann unzählige Sprünge und schön anzusehende Aktionen aneinanderreihen und so einen tollen Spiele Flow aufbauen.

Doch bei den Kämpfen weht ein anderer Wind: Es ist nach wie vor eine klasse Idee, dass Faith komplett ohne Schusswaffen agiert und alle Attacken im auch aus der Rennbewegung heraus vollführt. Trotzdem wirken die Gefechte etwas starr und die immer gleichen NPCs stellen sich nicht immer sehr klever an.

Das Gamesplay ist dennoch wunderbar, doch das Spiel ist nicht auf längere Zeit ausgelegt, da es an Abwechslung fehlt. In dem Fall helfen auch die vielen Upgrades für Faith nichts.

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