The Legend of Zelda: Breath of the Wild im Test – Spiel des Jahres 2017?

Seit Mario 64 hat uns kein Launch-Titel für eine neue Konsole so begeistert wie das neue Zelda: Breath of the Wild für die Nintendo Switch.

Nintendo bringt mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild die größte Serien-Revolution seit dem Super-Nintendo-Klassiker „A Link to the Past“ von 1991.

Das typische „Zelda“ Schema; Labyrinth suchen, neues Werkzeug finden, Boss besiegen; ist Vergangenheit. Dieses Mal geben euch die Entwickler sehr viel mehr Freiheiten, um Eigenheiten von Spielwelt und System selbst herausfinden zu können.

Das erwartet Sie in „Zelda – Breath of the Wild!“ © Nintendo

Unbegrenzte Freiheit

Anstatt Link streng nach Vorschrift durch Hyrule zu lotsen, lässt Nintendo ihn so viel Freiheit wie möglich zum ausgiebigen Erkunden der offenen Welt, die mit Geheimnissen und Details nur so strotzt.

Die Tier- und Pflanzenwelt sind nicht mehr als reine Dekoration zu sehen: Überall könnt ihr Dinge wie Pilze und Äpfel sammeln oder Tiere jagen und an Kochstellen Gerichte zubereiten, um eure Herzen wieder aufzufüllen. Bei richtiger Zubereitung bereichern euch die Gerichte mit mehr Widerstandskraft, Ausdauer oder Immunität gegen bestimmte Elemente.

The Legend of Zelda – Breath of the Wild © Nintendo

Landschaft und Fähigkeiten

Während ihr durch Hyrule reist, stoßt ihr auf Füchse, Hirsche, Wildschweine und etliche Monster. Dabei bekämpft ihr bekannte Kreaturen wie Bokblins, Moblins oder Oktoroks und neue Gegner, wie die riesige mechanischen Wächter. Mittels Schultertaste visiert ihr Gegner an und greift sie mit Schwert, Axt, Speer, Keule und vielen anderen Waffen an. Doch eure Waffen sind nicht unbegrenzt haltbar, sie zerbrechen nach einer gewissen Zahl an Einsätzen.

Am Ende eines Dungeons erwartet euch wieder ein Endboss, die euch unter anderem mit riesigen Eisblöcken, gefährlichen Lasern und Schwertkünsten angreifen. Hierbei müssen gekonnt Attacken pariert und die Schwachpunkte und Bewegungsmuster des Gegners erkannt werden. Auch Kämpfen auf Distanz sind wieder am Start. So könnt ihr wieder mit Pfeil und Bogen manche Feinde schon mit einem Treffer ausschalten.

Links Hilfsmittel, die mit Hilfe des Shiekah-Steins nach und nach erweitert werden können, sind ein überaus nützliches wie wichtiges Spielelement. Per Magnet werden etwa metallene Objekte manipuliert, mit dem Eisstrahl lässt ihr Wasser zu Eisblöcken gefrieren und das Stase-Modul friert manche Objekte in der Zeit ein und erlaubt euch, diese kinetisch aufzuladen und mit Wucht durch die Spielwelt zu schleudern. Zwei Bomben-Typen vervollständigen Links Arsenal an Waffen. Die runde Version kugelt durch die Welt, die eckige bleibt liegen, bis der Fernzünder gedrückt wird. Sämtliche Aktionen können beliebig oft wiederholt werden, lediglich manchmal muss man etwas warten.

Zelda – Breath of the Wild © Nintendo

Fazit

So eine lebendige und überzeugende Fantasywelt wie Hyrule in Zelda Breath of the Wild haben wir noch nie zuvor erlebt. Nintendo fesselt uns durch unfassbar viel Liebe im Detail. Hyrule selbst ist sehr sehr realistisch, da die Größenverhältnisse einfach stimmen. Zudem punktet Nintendo mit einigen der schönsten Licht- und Wettereffekte, die es bisher in einem Videospiel zu sehen gab. Sonnenuntergänge, glitzernde Pfützen nach einem Regenschauer oder morgendlicher Nebel runden das Paket ab. Auch der Soundtrack des Spiels überzeugt auf ganzer Linie. Statt Orchestermusik setzt Nintendo auf Pianoklänge, die das Geschehen in eine zauberhafte Stimmung tauchen.

Das Spiel lief sowohl am Fernseher als auch im Handheld-Modus den Großteil der Spielzeit sehr flüssig, nur selten kam es mal zu Rucklern. Das teils plötzliche Auftauchen von Objekten bei der Grafikdarstellung dämpfen etwas die Euphorie.

 

Insgesamt gibt es 100 Schreine und nur vier primäre Dungeons, was durch den hohen Detailgrad von Hyrule locker wieder wettmacht. Erkunden, sammeln, kochen und mit Gegnern kämpfen, ist in Breath of the Wild komplett abgedeckt. Für uns ist es ein vollkommen neues Zelda-Gefühl, das in seiner Freiheit nur mit dem ersten Zelda auf dem NES vergleichbar ist.

Pro

  • Riesige, offene Spielwelt
  • Zahlreiche Waffen und Fähigkeiten
  • Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad
  • Wunderschöne Wettereffekte
  • Sehr viel zu entdecken
  • Charmante deutsche Texte
  • Professionelle deutsche Sprecher

Kontra

  • Manche Waffen gehen arg schnell kaputt
  • Gelegentliche Grafikruckler

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