No Man’s Sky im Test – Tausend Sterne und kein Ende in Sicht

No Man’s Sky ist ein großer Hoffnungsträger für viele Science-Fiction-Fans, jetzt ist das Weltraumabenteuer startklar. Eine erste Testnacht zeigt: Das All-Erkunden begeistert – ist aber nicht für jeden etwas.Vorneweg: Tüftler, Erkunder und Bastler, die Zeit mitbringen, werden No Man’s Sky lieben. Wer schnell ein Stündchen am Abend Spaß haben und binnen dieser Zeit richtig viel erreichen und upgraden will, der wird mit hoher Wahrscheinlich enttäuscht.

Lost im Weltraum

Die Reise beginnt auf der Oberfläche eines fremd aussehenden Planeten, ich stehe neben meinem beschädigten Raumschiff und weiß weder wer ich bin, noch wie oder weshalb ich auf diesem Planeten gelandet bin. Schnell wird klar, dass ich Ressourcen sammeln muss, um zu überleben.

Nach Beschüssen aus Steine und Pflanzen lassen sie Kohlenstoff, Eisen und andere Materialien frei – all das wandert automatisch ins Inventar. Praktisch.

Immer nur am Sammeln

Leider bremst der Hunger nach Ressourcen unseren Spielfluss häufig aus. Egal was man macht, es werden Rohstoffe verbraucht. Selbst das Betrachten einer Planetenoberfläche benötigt Atemluft oder Energie des Radioaktivitätsschilds. Dauernd muss man an den Tod denken oder ist in Sorge, ob man den Planeten ohne weiteres verlassen kann. Denn ohne die nötigen Rohstoffe, gibt es keine Reise zwischen den Sonnensystemen.

Suche nach Rohstoffen

Die stetig notwendige Beschaffung von Rohstoffen bildet demnach kein zusätzliches Parallel-Entertainment, dem sich Planetenerforscher nach Lust und Laune hingeben. Es ist vielmehr ein Überlebens-Muss. Wer derart fleißiges Grinden mag, dem winkt großes Glück. Beinahe jede Pflanze, jedes Tier, jeder Stein auf jedem Planeten birgt Erze, Metalle oder Mineralien. Außerdem finden sich jede Menge Container mit Inhalten, die sich für das Craften neuer Technologien und das Tuning von Raumschiff und Exo-Schutzanzug eignen. Größeres Inventory, höhere Laufgeschwindigkeit, Powerlaser und Superschutzschild, sowas nimmt man doch immer gerne.

Schießt man im Weltraum einen Frachter schrottreif, purzeln ebenfalls Rohstoffe heraus. Setzt man sich gegen die sogleich heranrückende Weltraumpolizei durch und lasert anschließend dem Piratengeschmeiss eine vor den Latz, löst auch das einen reichen Segen an Erzen und Mineralien aus.

Exotische Tierdeko

Wir bereisen eine rohstoffreiche, aber ereignisarme Umgebung. Nur hin und wieder trifft man einen Alienhändler am Computerterminal einer Minikolonie oder eines Weltraumbahnhofs. Ansonsten sind Aliens oder interessante Begegnungen selten.

Zwar gibt es hier und da krabbelnde oder fliegende Tiere sowie tierähnliche Kreaturen in den verschiedensten Gestalten auf dem Planeten, aber sie reagieren kaum auf die Anwesenheit von uns. Sie sind quasi Dekoration und leisten keinen entscheidenden Beitrag zur Kampagne.

Was uns gefällt

No Man´s Sky gibt sich einsteigerfreundlicher. Spaziergänge über Planeten und Flüge durchs Weltall fühlen sich problemlos an. Das Andocken an Weltraumstationen beispielsweise geht vollautomatisch vor sich. Etwas komplizierter ist die Handhabung mit Inventaren für Schiff, Schutzanzug und Waffen beziehungsweise Technologien und das Hin- und Her geschiebe von Rohstoffen zwischen diesen dreien. Nach ein bis zwei Stunden der Eingewöhnung hat man den Bogen aber raus.

Was uns nicht gefällt

Der Diskversion fehlen noch einige Daten, denn beim Einlegen und Starten wird zum Download eines rund 900 MB großen Day-One-Patchs aufgefordert. Hier sind alle Änderungen aufgelistet. Trotz Patch sind aber immer noch Fehler zu beobachten. Beim Warpflug wird es etwas pixelig Pixel auf, und bei Texteinblendungen laufen Sätze über den Bildschirmrand hinaus.

Fazit

No Man‘s Sky ist ein wunderhübsches Weltraum-Abenteuerspiel für Spieler, die das Game auf eigene Faust erkunden, die unendlichen Weiten ohne große Kenntnisse bereisen und ausloten wollen. Audiovisuell macht das Spiel abgesehen von der geringen Sichtweite alles richtig. Der Soundtrack passt und sorgt durch die dynamische Abmischung immer für die passende Beschallung.

Doch die anfängliche Begeisterung schwindet, durch die sich zu oft ähnelnden Planeten und die stetige Suche nach Rohstoffen, um nicht zu sterben.

Soll man sich jetzt das Spiel nun kaufen oder sein lassen? – Wir können das nicht eindeutig festlegen, weil No Man’s Sky wie kaum ein Spiel davor ist. Auf der einen Seite ist es zwar was langsam, hat auf der anderen Seite aber auch so unfassbar viele coole Momente, die man einfach nicht verpassen möchte. So ziemlich jeder zweite Planet hat was besonderes zu bieten, wie andere Gegner, unterschiedliche Landschaften etc. Wir jedenfalls stehen auf solche Open-World-Games und spielen weiter.

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