
Aktuelle Berichte lassen wenig Gutes für die Zukunft des Free-to-Play-Shooters Highguard erahnen.
Was als vielversprechender Neueinstieg im umkämpften Hero-Shooter-Segment gedacht war, entwickelt sich für Highguard zunehmend zum Albtraum. Bereits nach der Enthüllung schlug dem Titel eine Welle aus Spott und Skepsis entgegen – der Vergleich mit Concord machte schnell die Runde.
Zwar gelang zum Steam-Start noch ein Achtungserfolg mit rund 93.000 gleichzeitigen Spielern, doch der Höhenflug hielt nicht lange. Innerhalb kürzester Zeit brach die Spielerbasis nahezu komplett ein. Aktuell kratzt der 24-Stunden-Peak nur noch an der 550-Spieler-Marke – ein Rückgang von rund 99,5 Prozent. Für ein Free-to-Play-Projekt, das auf Masse und langfristige Bindung angewiesen ist, sind das verheerende Zahlen.
Die Folgen scheinen auch hinter den Kulissen spürbar zu sein. Beim Entwickler Wildlight Entertainment soll das Team drastisch geschrumpft sein – Berichten zufolge von etwa 100 auf nur noch rund 20 Mitarbeitende. Eine geplante Content-Offensive wirkt unter diesen Umständen eher wie Schadensbegrenzung als wie Aufbruchsstimmung.
Zusätzliche Unsicherheit bringt ein Bericht von Brancheninsider Jason Schreier. Demnach soll Tencent über die TiMi Studio Group als zentraler Geldgeber fungiert haben – und diese Unterstützung inzwischen vollständig eingestellt haben.
Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, steht Highguard womöglich schneller vor dem Aus, als es selbst die größten Skeptiker prognostiziert hätten. Der Shooter wirkt derzeit weniger wie ein Live-Service mit Zukunft – und mehr wie ein weiteres Mahnmal für die Risiken im überfüllten Multiplayer-Markt.