
„Join the Dominion“ lautet Blizzards Botschaft. Der erste Trailer zeigt passend dazu den Werdegang eines jungen Rekruten: Vom Beitritt zu den terranischen Streitkräften über die Ausbildung und Ausrüstung bis zum ersten Einsatz als Marine.
Die offizielle Propaganda verspricht Ruhm und Heldenstatus. Die Realität sieht deutlich nüchterner aus. Während der Sprecher von Heldentum erzählt, reinigen Techniker nebenbei die Rüstungen der gefallenen Soldaten. Der Kontrast macht unmissverständlich klar: Im Krieg sind Menschen Verbrauchsmaterial.
Diesen düsteren Unterton setzt auch die Webseite fort. Die Dominion-Propaganda fordert Opferbereitschaft und beschwört den Einsatz des eigenen Lebens. „Trage ihre Stärke weiter. Um jeden Preis“, heißt es dort. Sollte dieser Ton auch das fertige Spiel prägen, dürfte StarCraft ungewohnt kritisch und zynisch daherkommen.
Spielkonzept mit Fragezeichen
Zum eigentlichen Gameplay hält sich Blizzard bislang weitgehend bedeckt. Fest steht lediglich: StarCraft bekommt endlich den lange erwarteten Shooter. Bereits um die Jahrtausendwende arbeitete Blizzard mit StarCraft: Ghost an einem solchen Projekt, das jedoch nie veröffentlicht wurde.
Der neue Titel soll als Open-World-Shooter in einem „interstellaren Krieg“ angesiedelt sein. Für die Entwicklung zeichnet offenbar Dan Hay verantwortlich, der bei Ubisoft als Executive Producer an Far Cry 3 und Far Cry 4 arbeitete. Die Inszenierung des Trailers erinnert entsprechend an die beiden Shooter.
Release erst 2030
Bis zum fertigen Spiel ist es allerdings noch ein weiter Weg. Blizzard plant die Veröffentlichung derzeit für 2030, sofern es nicht zu weiteren Verzögerungen kommt.
Die frühe Ankündigung dürfte damit auch ein Signal sein: Nach den jüngsten Umstrukturierungen bei Blizzard und Xbox soll StarCraft zeigen, dass trotz der Einschnitte weiterhin an großen Spielen gearbeitet wird.