
Die physischen Steam-Geschenkkarten werden bis Ende 2026 abverkauft aufgrund von Betrug.
Über das Ende des Verkaufs physischer Steam-Geschenkkarten im Einzelhandel informiert Valve auf seinen Support-Seiten. Eingeführt wurden die Karten 2012 für den stationären Handel, erst 2017 kamen die rein digitalen Varianten hinzu. Allerdings kam es immer wieder zu Betrugsfällen im Zusammenhang mit den physischen Karten. Trotz verschiedener Maßnahmen konnte Valve diese Probleme nicht nachhaltig lösen. Nun zieht der Betreiber die Konsequenzen.
„Betrüger haben sich leider unseren Maßnahmen angepasst. Sie betreffen weiterhin Steam-Nutzer und andere gutgläubige Menschen. Deshalb haben wir die schwierige Entscheidung getroffen, die Geschenkkarten aus dem Einzelhandel zu entfernen.“
Valve auf den Steam-Supportseiten
Steam-Geschenkkarten im Abverkauf
Laut Valve werden die verbliebenen Karten aktuell im Einzelhandel abverkauft und nicht mehr nachgeliefert. Das Unternehmen rechnet damit, dass bis Ende 2026 keine Karten mehr im Handel verfügbar sein werden.
Bestehende Karten können weiterhin eingelöst werden. Neue Käufe sind dann jedoch ausschließlich digital möglich.
So gehen die Betrüger vor
In einem weiteren Beitrag beschreibt Valve kurz die Masche und verweist auf einen Bericht der U.S. Federal Trade Commission.
Dabei werden Opfer häufig telefonisch kontaktiert und dazu gebracht, Guthabenkarten zu kaufen und die Codes weiterzugeben. Die Täter geben vor, es handle sich um Zahlungen für Schulden, Steuern oder Kautionen und treten oft als angebliche Behördenmitarbeiter auf.
Diese Vorgehensweise betrifft nicht nur Steam-Karten. Auch Guthaben für Amazon, Google Play oder Apple wird auf diese Weise missbraucht.