Petit Planet angespielt: Entspannung zwischen den Sternen auf der gamescom 2026

Auf der gamescom hatten wir die Gelegenheit Petit Planet aus dem Hause Hoyoverse selbst anzuspielen und einen ersten Eindruck von der verspielten Welt, den kreativen Möglichkeiten und dem Gameplay zu gewinnen.

Zwischen all den großen Actionspielen und aufwendigen Blockbustern wirkt Petit Planet wie ein kleiner Ruhepol. HoYoverse setzt bei seinem neuen Titel nicht auf spektakuläre Gefechte, sondern auf eine entspannte Mischung aus Erkunden, Gestalten und gemütlichem Zeitvertreib. Im Mittelpunkt steht dabei ein eigener kleiner Planet, den wir nach und nach bebauen, dekorieren und zu einem ganz persönlichen Zuhause inmitten des Weltalls machen. Auf der gamescom konnten wir selbst einen ersten Blick auf das Cozy-Life-Sim-Abenteuer werfen und ausprobieren, was Petit Planet zu bieten hat.

Auf der gamescom 2026 konnten wir uns rund eine Stunde lang selbst mit Petit Planet beschäftigen. Dabei gab es ausreichend Zeit, das grundlegende Spielprinzip kennenzulernen, die Gestaltung der Welt genauer unter die Lupe zu nehmen und verschiedene Gameplay-Elemente auszuprobieren.

Ein persönliches Zuhause zwischen den Sternen

Im Zentrum von Petit Planet steht der Aufbau und die Gestaltung einer eigenen kleinen Welt. Unser Planet ist dabei weit mehr als nur eine hübsche Kulisse: Von hier aus starten wir unsere Aktivitäten, sammeln Materialien und kümmern uns Schritt für Schritt um den Ausbau unseres Zuhauses. Neue Möbel und Dekorationen lassen sich herstellen, während nach und nach weitere Bereiche gestaltet werden können. So wächst der zunächst unscheinbare Planet immer weiter und bekommt zunehmend eine ganz persönliche Note.

Wer bereits Erfahrung mit Cozy-Life-Sims hat, wird sich in Petit Planet schnell zurechtfinden. Die meiste Zeit verbringen wir damit, unsere Umgebung zu erkunden, Materialien zu sammeln, neue Gegenstände herzustellen und den eigenen Planeten nach unseren Vorstellungen zu verändern. Das Grundgerüst ist damit vertraut – ungewöhnlich wird es vor allem durch den Schauplatz.

Denn statt eines einzelnen Hauses oder eines begrenzten Grundstücks gestalten wir gleich eine komplette kleine Welt. Sobald es auf dem eigenen Planeten nicht mehr viel zu entdecken gibt, öffnet sich der Blick nach draußen: Über das Sternenmeer gelangen wir zu weiteren Gebieten, die mit unterschiedlichen Landschaften, Ökosystemen, Ressourcen und Begegnungen aufwarten. Dadurch bleibt die Welt nicht auf den eigenen Planeten beschränkt.

Eine weitere Anlaufstelle ist der Galaktische Basar. Hier kommen verschiedene Bewohner und Spieler zusammen und sorgen dafür, dass auch abseits des eigenen kleinen Planeten etwas los ist. So verbindet Petit Planet das klassische Cozy-Life-Sim-Prinzip mit einer deutlich größeren, kosmischen Spielwelt.

Niedlich, verspielt und voller Details

Optisch setzt Petit Planet ganz auf eine verspielte und freundliche Präsentation. Die bunten Landschaften, kleinen Gebäude und zahlreichen Figuren wirken wie aus einem liebevoll gestalteten Bilderbuch und unterstreichen den entspannten Charakter des Spiels. Besonders auffällig ist, wie viele kleine Details sich in der Welt verstecken. Ob bei der Umgebung, den Bewohnern oder den verschiedenen Gegenständen – überall gibt es etwas zu entdecken, ohne dass der Look dabei überladen wirkt.

Nicht nur die Umgebung, sondern vor allem die Bewohner verleihen Petit Planet seinen eigenen Charme. Immer wieder sorgen ihre Animationen, Reaktionen und kleinen Interaktionen für humorvolle Momente, die die ansonsten sehr entspannte Atmosphäre angenehm auflockern. Besonders die flauschigen Kreaturen sind dabei mehr als reine Dekoration. Wir können Zeit mit ihnen verbringen, gemeinsam Früchte sammeln oder verschiedene Aktivitäten unternehmen.

Auch optisch verfolgt Petit Planet eine klare Linie. Der stilisierte Grafikstil verbindet kräftige Farben mit weichen Formen und wirkt dadurch modern, ohne seinen niedlichen Charakter zu verlieren. Das passt hervorragend zum gemächlichen Spieltempo: Statt mit einer überladenen Welt um Aufmerksamkeit zu kämpfen, lädt die Gestaltung dazu ein, sich umzusehen, kleine Details zu entdecken und einfach ein wenig Zeit auf dem eigenen Planeten zu verbringen.

Intuitive Steuerung trifft entspanntes Gameplay

Der Einstieg in Petit Planet gestaltet sich angenehm unkompliziert. Wer bereits einen HoYoverse-Titel gespielt hat, dürfte sich bei der Steuerung schnell zurechtfinden. Auch ohne Vorerfahrung braucht es allerdings kaum Eingewöhnungszeit, denn die grundlegenden Aktionen sind schnell verstanden und gehen bereits nach kurzer Zeit selbstverständlich von der Hand.

Das wurde auch während unserer Anspielsession deutlich. Ob wir durch die Umgebung laufen, mit Bewohnern interagieren, Ressourcen einsammeln oder einfach die nächste Ecke unseres Planeten erkunden wollten – die einzelnen Elemente greifen nahtlos ineinander. Komplexe Systeme stehen dabei nicht im Vordergrund. Stattdessen lässt uns das Spiel weitgehend selbst entscheiden, womit wir unsere Zeit verbringen möchten.

Genau diese Freiheit passt zum gemütlichen Grundgedanken von Petit Planet. Es gibt keinen ständigen Druck, möglichst schnell voranzukommen oder bestimmte Aufgaben abzuarbeiten. Wer einfach ein wenig erkunden, seinen Planeten verschönern oder Zeit mit den Bewohnern verbringen möchte, kann dies in seinem eigenen Tempo tun.

Eine gemütliche Reise mit eigener Geschichte

Auch wenn Entspannung klar im Mittelpunkt steht, hat Petit Planet erzählerisch mehr zu bieten als zunächst vermutet. Hinter den bunten Landschaften und liebenswerten Bewohnern steckt eine eigene Geschichte, die der Welt mehr Tiefe verleiht. Die verschiedenen Figuren wirken dadurch nicht wie bloße Statisten, sondern bekommen ihre eigenen Geschichten und Hintergründe.

Dabei versucht das Spiel gar nicht erst, seine Handlung permanent in den Mittelpunkt zu rücken. Vielmehr begegnet sie uns immer wieder während unserer alltäglichen Aktivitäten und fügt sich damit angenehm unaufdringlich in den Spielfluss ein. Wer tiefer in die Welt eintauchen möchte, kann sich intensiver mit den Bewohnern und ihren Geschichten beschäftigen, während alle anderen weiterhin ihren Planeten gestalten und erkunden können.

Gerade diese Kombination macht den Reiz von Petit Planet aus: Das Spiel verbindet eine persönliche, frei gestaltbare Welt mit Erkundung und einer Geschichte, ohne dabei den entspannten Charakter aus den Augen zu verlieren.

Ein Cozy-Abenteuer mit eigenem Charme

Unsere rund einstündige Anspielzeit mit Petit Planet hat einen durchaus vielversprechenden Eindruck hinterlassen. Besonders die Mischung aus der charmanten Optik, den zahlreichen kleinen Details und den sympathischen Bewohnern funktioniert bereits erstaunlich gut. Dazu kommt ein angenehm ruhiger Spielfluss, der weder mit unnötiger Komplexität noch mit ständigem Zeitdruck aufwartet.

Auch der Einstieg fällt entsprechend leicht. Die Steuerung ist schnell verinnerlicht und die verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten greifen unkompliziert ineinander. Gleichzeitig vermittelt Petit Planet schon in dieser kurzen Session das Gefühl, dass hinter der niedlichen Fassade noch einiges darauf wartet, entdeckt zu werden.

Am meisten hebt sich Petit Planet letztlich durch seine eigene kleine Welt vom klassischen Cozy-Life-Sim-Angebot ab. Viele der grundlegenden Aktivitäten sind Genre-Fans natürlich bekannt, doch die Kombination aus Planetenbau, Erkundung und dem Ausflug ins Sternenmeer verleiht dem Konzept eine eigene Note. Statt uns nur ein Grundstück zum Gestalten zu geben, lässt uns HoYoverse eine komplette Miniaturwelt nach unseren Vorstellungen aufbauen.

Nach dem ersten Hands-on dürfte Petit Planet damit vor allem diejenigen ansprechen, die bewusst nach einem entspannten Spiel suchen und dabei Wert auf Erkundung, kreative Gestaltung und liebenswerte Charaktere legen. Unsere Zeit auf der gamescom hat jedenfalls gezeigt, dass hinter der niedlichen Optik mehr steckt als ein einfacher Baukasten – und dass der kleine Planet durchaus das Potenzial für viele gemütliche Spielstunden mitbringt.

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