
Laut Insider Kepler_L2 könnte der Preisunterschied zwischen PS6 und Xbox Next rund 200 US-Dollar betragen. Steigende Kosten für RAM und NAND-Speicher setzen dabei beide Konsolen unter Druck.
Die nächste Konsolengeneration könnte für Sony und Microsoft zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Laut dem Hardware-Insider Kepler_L2 soll die PlayStation 6 bei den geschätzten Materialkosten rund 200 US-Dollar günstiger ausfallen als Microsofts kommende Xbox, die unter dem Codenamen Magnus entwickelt wird.
Bei den genannten Beträgen handelt es sich um Schätzungen zur sogenannten Bill of Materials (BOM). Diese umfasst die Kosten der verbauten Komponenten, entspricht aber nicht den tatsächlichen Gesamtkosten für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Vermarktung oder dem späteren Verkaufspreis.
PS6 soll bei den Komponenten günstiger sein
Kepler_L2 äußerte sich zu den möglichen Herstellungskosten, nachdem ein Nutzer nach einer Kostenschätzung für die PlayStation 6 gefragt hatte. Demnach könnten die Materialkosten von Sonys nächster Konsole ungefähr 200 US-Dollar unter denen der kommenden Xbox liegen.
Konkrete aktuelle Gesamtsummen für beide Geräte nannte der Insider dabei nicht.
Frühere Schätzungen aus dem Oktober 2025 gingen noch von rund 600 US-Dollar an Materialkosten für die PS6 und etwa 1.200 US-Dollar für Microsofts nächste Xbox aus. Diese Angaben stammen allerdings aus einem früheren Zeitraum. Zusammen mit dem inzwischen genannten Kostenunterschied lassen sich daraus keine verlässlichen aktuellen Herstellungskosten ableiten.
Steigende Speicherpreise setzen Sony und Microsoft unter Druck
Als wesentlichen Grund für die schwierige Kostenentwicklung nennt Kepler_L2 die stark gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher (RAM) und NAND-Flash-Speicher.
Die Entwicklung einer neuen Konsolengeneration erstreckt sich üblicherweise über mehrere Jahre. Laut dem Insider dauert dieser Prozess mindestens fünf Jahre. Sony und Microsoft hätten ihre Systeme ursprünglich nicht mit dem Ziel konzipiert, Konsolen für mehr als 1.000 US-Dollar anzubieten.
Kepler_L2 zufolge hätten die Hersteller zudem nicht vorhersehen können, dass sich die Preise für RAM und NAND-Speicher verfünffachen würden. Solche Entwicklungen könnten die ursprünglichen Kalkulationen für die Hardware erheblich beeinflussen.
Bereits zuvor gab es Berichte über mögliche Materialkosten von bis zu 1.000 US-Dollar für die PlayStation 6 sowie über technische Details zu AMD Magnus, der Plattform hinter Microsofts nächster Konsole.
Wie teuer werden die neuen Konsolen?
Ob die höheren Speicherpreise tatsächlich zu deutlich höheren Verkaufspreisen führen werden, ist noch offen. Hersteller können versuchen, einen Teil der gestiegenen Kosten selbst zu tragen oder durch andere Komponenten und Produktionsentscheidungen auszugleichen. Welche Strategie Sony und Microsoft verfolgen werden, ist bisher nicht bekannt.
Entscheidend ist außerdem, dass die genannten Zahlen ausschließlich auf unbestätigten Insiderinformationen beruhen. Weder Sony noch Microsoft haben bislang konkrete Herstellungskosten oder Verkaufspreise ihrer nächsten Konsolen veröffentlicht.