
Onimusha feiert 2026 sein großes Comeback. Nach rund 30 Minuten mit Onimusha: Way of the Sword auf der gamescom können wir bereits sagen: Die Rückkehr macht definitiv Lust auf mehr.
Nachdem Onimusha: Way of the Sword bei den Game Awards als Reboot angekündigt wurde, konnten wir den neuen Ableger auf der gamescom erstmals selbst anspielen. Im Mittelpunkt steht Miyamoto Musashi, der gegen seinen Willen zum Onimusha wird. Als die Genma-Monster Kyoto überfallen, verschlägt es ihn zum Kiyomizu-dera-Tempel, dessen Heiligtum er von der Finsternis befreien soll.
Auf dem verdorbenen Tempelgelände warten jedoch nicht nur Genma auf Musashi. Unheimliche Ereignisse nehmen ihren Lauf, während ihn lediglich die mysteriöse Stimme seines Oni-Handschuhs begleitet.

Nach einigen Gefechten trifft Musashi schließlich auf seinen alten Rivalen Sasaki Ganryu. Damit war die Einführung in unsere Demo auch schon abgeschlossen. Der Neustart dürfte dabei vor allem Quereinsteigern entgegenkommen: Vorkenntnisse der bisherigen Teile sind nicht notwendig, um in die Geschichte einzusteigen. Immerhin liegt der letzte komplett neue Ableger bereits seit der PS2-Ära zurück.
Als Miyamoto Musashi kämpft ihr euch durch das von Genma überrannte Kyoto und trefft dabei sowohl auf bekannte als auch auf neue Gegnertypen. Besiegte Feinde hinterlassen Seelen, die ihr einsaugen könnt. Zwischendurch sorgen kurze, von schwarzen Wolken angekündigte Sequenzen für besonders düstere Momente und zeigen, wie brutal die Bewohner Kyotos niedergemetzelt werden.
Musashi selbst sorgt mit einigen amüsanten Dialogen mit seinem Oni-Handschuh, den er „Gauntlet Lady“ nennt, für einen gelungenen Kontrast. Abseits dieser humorvollen Momente bleibt Onimusha: Way of the Sword allerdings ausgesprochen düster – einige Szenen dürften definitiv nichts für schwache Nerven sein.

Schwertkampf auf höchstem Niveau
Das absolute Highlight unserer Demo war ohne Frage das Kampfsystem. Vor allem das Parieren fühlt sich fantastisch an und gehört für uns schon jetzt zu den großen Stärken des Spiels. Mit dem richtigen Timing könnt ihr Angriffe abwehren und sogar gegnerische Projektile zurückschleudern.
Habt ihr genügend Energie gesammelt, stehen euch über R1 zudem mächtige Spezialattacken zur Verfügung. Auch das Einsammeln der Seelen wurde gegenüber den Vorgängern verbessert. Bei normalen Gegnern habt ihr dank der schnellen Animationen meist ausreichend Zeit, mehrere Seelen direkt hintereinander einzusammeln. In Bosskämpfen kann es dagegen deutlich hektischer werden.

Angriffe lassen sich aus nahezu jeder Richtung blocken oder parieren. Gleichzeitig behält die Kamera auch bei mehreren Gegnern zuverlässig den Überblick. Da die Feinde zumindest in unserem Demo-Abschnitt noch relativ langsam agierten, blieb genügend Zeit, die nächsten Schritte zu planen.
Auch beim Gore zeigt sich Onimusha: Way of the Sword kompromisslos. Erschöpft ihr die Ausdauer eines Gegners oder landet einen perfekten Parierangriff, könnt ihr ihn mit einer eindrucksvollen Animation regelrecht zerlegen. Selbst bei Bossen gibt es verschiedene Möglichkeiten, gezielt einzelne Körperbereiche anzugreifen – inklusive eigener Animationen.

In der Demo konnten wir außerdem einen Karren nutzen, um gleich mehrere Gegner auf einmal auszuschalten. Es gibt also auch abseits des klassischen Schwertkampfs immer wieder Möglichkeiten, sich einen Vorteil zu verschaffen.
Das größte Highlight wartete allerdings am Ende der Demo: der finale Bosskampf. Gerade als Fan von Soulslikes und Action-RPGs hat uns dieser Kampf enorm viel Lust auf mehr gemacht. Die Bewegungsabläufe sind schnell verinnerlicht und sehen dank der RE Engine hervorragend aus.

Vor allem perfekt getimte Blocks fühlen sich unglaublich wuchtig an. Auch Ausweichmanöver und Gegenangriffe werden von starken Animationen begleitet und vermitteln ein enorm befriedigendes Gefühl.
Nach unserer ersten halben Stunde steht für uns deshalb fest: Onimusha: Way of the Sword könnte 2026 eines der spannendsten Action-RPGs werden. Vor allem das Kampfsystem hat bereits jetzt einen richtig starken Eindruck hinterlassen.