
Nintendo verliert einen weiteren Switch-Hit an den PC: Super Mario Odyssey läuft dank KI-gestützter Rekompilierung jetzt auch nativ auf Windows, Linux und macOS.
Nach The Legend of Zelda: Link’s Awakening und Tears of the Kingdom erhält ein weiterer Nintendo-Switch-Hit eine native PC-Version. Mit Power Moon Recomp können Spieler jetzt auch Super Mario Odyssey ohne klassischen Emulator unter Windows, Linux und macOS erleben. Bei entsprechender Hardware sind sogar 4K-Auflösung und 60 FPS möglich.
Rekompilierung statt klassischer Emulation
Hinter dem Projekt steckt eine sogenannte statische Rekompilierung. Dabei wird der ursprüngliche Programmcode des Switch-Spiels für eine andere Hardware-Architektur umgewandelt. Der ARM64-Code der Nintendo Switch wird dafür in C übertragen und anschließend für die x86-Architektur von PCs kompiliert.
Für die Umsetzung kam der KI-Coding-Agent Claude zum Einsatz. Anders als bei einer klassischen Emulation läuft das Spiel dadurch nativ auf dem PC.
Eine eigene Kopie von Super Mario Odyssey wird trotzdem benötigt. Der PC-Port enthält keine Spieldaten und muss mit einer entsprechenden Sicherungskopie verwendet werden.
4K-Auflösung, Controller und Mods
Der Entwickler verspricht eine vollständige Durchspielbarkeit unter Windows, Linux und macOS. Mit geeigneter Hardware sind Auflösungen bis 4K bei 60 FPS möglich. Eine höhere Bildrate ist nicht vorgesehen, da die Spielgeschwindigkeit an die Framerate gekoppelt ist.
Darüber hinaus bietet die PC-Version verschiedene Einstellungen für Grafik, Sound und Steuerung. Neben Tastatur und Maus werden unterschiedliche Controller unterstützt. Auch zahlreiche Mods aus der Emulator-Szene sollen mit dem Port kompatibel sein.
Beim ersten Start eines neuen Levels müssen zunächst die benötigten Shader kompiliert werden. Das kann einige Sekunden dauern, danach soll das Spiel flüssig laufen. Die macOS-Version befindet sich allerdings noch in einer frühen Testphase und kann entsprechend Fehler enthalten.


