
Nintendo beginnt ab Sommer 2026 damit, mehrere Hardware-Produkte schrittweise für den europäischen Markt zu überarbeiten.
Die überarbeitete Nintendo Switch 2 soll laut Nintendo frühestens im Herbst 2026 im europäischen Nintendo Store erscheinen. Künftig wird sich der Akku vom Nutzer selbst austauschen lassen. Gleichzeitig sinkt die Kapazität leicht von 5.220 auf 5.172 mAh – ein Minus von rund einem Prozent.
Durch die Anpassungen steigt jedoch das Gewicht der Konsole: Ohne Controller wächst es von 401 auf 411 Gramm, mit angeschlossenen Joy-Con 2 von 534 auf 548 Gramm. Auch die mitgelieferten Joy-Con 2 werden mit austauschbaren Akkus ausgestattet.
An der Funktionalität der Hardware soll sich laut Nintendo nichts ändern. Zudem weist das Unternehmen darauf hin, dass die neuen Varianten nicht zeitgleich in allen europäischen Ländern verfügbar sein müssen. Produktions- und Vertriebsfaktoren könnten den Marktstart verzögern.
Auch Controller werden überarbeitet
Bereits ab Sommer 2026 will Nintendo erste angepasste Produkte auf den Markt bringen. Den Anfang machen ausgewählte Joy-Con-Farben der ursprünglichen Nintendo Switch. Hier bleiben sowohl Akkukapazität als auch Gewicht unverändert.
Im Winter folgen voraussichtlich die Joy-Con 2 sowie der Nintendo Switch Pro Controller der Switch 2. Während sich das Gewicht der Joy-Con 2 je nach Seite um etwa 2 Gramm erhöht und die Akkukapazität gleich bleibt, fällt die Änderung beim Pro Controller deutlicher aus: Der Akku schrumpft von 1.070 auf 897 mAh (−16 %), gleichzeitig sinkt das Gewicht von 235 auf 228 Gramm.
Für Anfang 2027 plant Nintendo zudem überarbeitete Versionen des kabellosen Nintendo 64 Controller für Nintendo Switch sowie des GameCube-Controllers für Switch 2. Beim N64-Controller bleibt die Akkukapazität unverändert, während der GameCube-Controller einen leicht größeren Akku mit 525 statt 500 mAh erhält.
EU-Vorgabe greift ab Februar 2027
Hintergrund der Anpassungen ist die neue EU-Batterieverordnung. Deren Artikel 11 tritt am 18. Februar 2027 in Kraft und verpflichtet Hersteller dazu, Geräte mit tragbaren Batterien so zu gestalten, dass Nutzer diese selbst entfernen und austauschen können. Dafür darf in der Regel nur handelsübliches Werkzeug erforderlich sein; Spezialwerkzeug ist nur erlaubt, wenn es dem Produkt kostenlos beiliegt. Ziel ist es, Elektroschrott zu reduzieren und die Reparierbarkeit zu verbessern.
Nintendo startet die Umstellung damit bereits mehrere Monate vor Inkrafttreten der Vorschriften. Passende Akku-Austauschsets sollen künftig im europäischen Nintendo Store erhältlich sein. Weitere Details will das Unternehmen jeweils kurz vor dem Verkaufsstart der überarbeiteten Modelle bekannt geben.