
HoYoverse wagt den Schritt ins Creature-Collector-Genre! Max hatte auf der Gamescom bereits die Chance, einen exklusiven ersten Blick auf Honkai: Nexus Anima zu werfen und herauszufinden, was der neue Titel auf dem Kasten hat.
Creature-Collector-Fans, schnallt euch an: Die nächsten Monate bringen geballten Nachschub für den Sammelwahn. Neben der zehnten Pokémon-Generation – die am Horizont bereits mächtig Wellen schlägt – schicken sich auch frische Herausforderer an, den Thron zu stürzen. Mit Aniimo und dem neuen Projekt der Genshin Impact-Macher HoYoverse stehen zwei heiße Anwärter in den Startlöchern. Vor allem HoYoverse will das Genre mit einem überraschend frischen Kampfsystem ordentlich aufmischen!
Ich konnte mir Honkai Nexus Anima jetzt auf der gamescom anschauen und verrate euch, ob hier eine coole Pokémon-/TFT-Alternative auf euch wartet.
Darum geht’s in Honkai Nexus Anima
Das Free-to-Play-Adventure verfrachtet euch direkt in eine farbenfrohe Anime-Welt, in der Mensch und Monster – die sogenannten „Anima“ – friedlich Seite an Seite leben. In der Anspielversion durfte ich bereits ein Stadtgebiet samt Umland auf eigene Faust erkunden, doch das ist erst der Anfang: Für das fertige Spiel versprechen uns die Entwickler eine waschechte Open World!
Darin treffe ich in der Stadt auf gezähmte Anima, während im Umland die wilden Exemplare auf mich warten, die ich bekämpfen, fangen und sammeln kann. Siege bringen die nötigen XP, um sowohl das Level meines Charakters als auch die Stufe meiner Monster nach oben zu schrauben – und so geht es auch in Honkai: Nexus Anima wieder voll auf die Jagd nach dem ultimativen Monsterteam!
Automatische Kämpfe mit viel taktischem Potenzial
Während viele Pokémon-Alternativen starr auf rundenbasierte Kämpfe setzen und Aniimo voll auf die Echtzeit-Action-Keule drückt, schlägt Honkai: Nexus Anima einen ganz eigenen Pfad ein: Hier erwartet euch knallharte Autochess- bzw. Auto-Battler-Kost!
Das bedeutet konkret: Ihr stellt euch ein schlagkräftiges Team aus insgesamt acht Anima zusammen. Die Biester bringen wie gewohnt eigene Fähigkeiten und Elementar-Typen mit an den Start. Zusätzlich durfte ich in der Preview-Version noch drei „Eidos“-Charaktere ausrüsten – die greifen zwar nicht direkt ins Geschehen ein, feuern aber von der Seitenlinie aus mächtige Skills mitten ins Match!

Vor dem Kampf schaut ihr euch das Schlachtfeld an und platziert euer Team strategisch auf eurer Spielfeldseite. Großes Plus: Die Aufstellung des gegnerischen Teams könnt ihr schon vorab genau unter die Lupe nehmen!
Selbst wenn ihr in der Spielwelt eigentlich nur von einem einzelnen Anima attackiert werdet, stellt sich euch im Kampf immer ein komplettes Team entgegen. Das angegriffene „Hauptmonster“ fungiert dabei als bulligerer Gegner mit extra vielen Lebenspunkten, der von kleineren Begleitern den Rücken freigehalten bekommt.
Beim Aufstellen ist also Köpfchen gefragt: Fragile Fernkämpfer gehören nach hinten, während standhafte Tanks an der vordersten Front den Schaden abfangen. Auch starke Konter-Anima solltet ihr direkt in Reichweite ihres Wunschesziels parken. Und wenn es mal fix gehen muss, schmeißt euch das Spiel auf Wunsch auch per Autofill-Funktion eine fertige Aufstellung aufs Feld.
Ein Klick auf den „Kampf starten“-Button, und schon fliegen die Fetzen – denn das eigentliche Gefecht läuft fast komplett automatisch ab! Direct-Control gibt es während der Action kaum, mit einer entscheidenden Ausnahme: den aktiven Skills eurer ausgerüsteten Eidos-Charaktere.
Und die haben es in sich! In meiner Anspiel-Session konnte ich beispielsweise einen Charakter aktivieren, der einfach mal zwei gigantische Scheiben Toast auf ein gegnerisches Anima pfefferte, um fetten Extra-Schaden rauszuhauen. Andere Figuren spendierten meinem Team stattdessen mächtige Flächen-Buffs. Genau hier versteckt sich enorm viel taktisches Potenzial für schlaue Fuchs-Taktiken!
Wer das feindliche Team komplett von der Platte putzt, streicht den Sieg ein. Bei Kämpfen gegen wilde Anima durfte ich nach dem Triumph außerdem die obligatorische Pokéball-Alternative zücken, um mir das Hauptmonster direkt für meine Sammlung zu krallen.
Das Auto-Chess-Prinzip – das einst als legendäre Mod für DOTA 2 geboren wurde – feiert in Dauerbrennern wie Teamfight Tactics (TFT) oder Hearthstone Battlegrounds riesige Erfolge. In einem Creature Collector ist diese Dynamik allerdings ein echt ungewöhnlicher Move!
Für frischen Wind im Genre sorgt das Konzept aber allemal: Selbst wenn ihr die Konkurrenz bereits in- und auswendig kennt, serviert euch Honkai: Nexus Anima definitiv ein völlig neues Spielgefühl – vorausgesetzt natürlich, das System liegt euch überhaupt.
Dank unzähliger Team-Kombis und verschiedener Trainer-Avatare verspricht das Ganze enorm viel taktische Tiefe, auch wenn ich davon in der Demo leider nur an der Oberfläche kratzen konnte. Mein Charakter war mit Stufe 50 allen Monstern und Quest-NPCs schlichtweg haushoch überlegen. In der Regel reichte ein fauler Klick auf den Startknopf ohne jede Anpassung, um alles plattzumachen. Bleibt zu hoffen, dass uns die Vollversion hier deutlich mehr abverlangt.