GUNDAM ROGUE ORBIT angespielt: Einsteigerfreundliche Mecha-Gefechte auf der gamescom 2026

Bandai Namco

Mit GUNDAM ROGUE ORBIT will Bandai Namco die Reihe auch westlichen Spielern näherbringen. Die eigenständige Geschichte kommt dabei ohne Vorwissen aus. Auf der gamescom funktioniert das für mich erstaunlich gut.

Riesige Kampfroboter gehören in Japan längst zur Popkultur, während Gundam im Westen noch deutlich weniger bekannt ist. Mit GUNDAM ROGUE ORBIT möchte Bandai Namco das ändern. Eine eigenständige Geschichte soll dabei auch Neueinsteigern den Zugang erleichtern. Auf der gamescom konnte ich 45 Minuten lang selbst Hand anlegen.

Eine komplett neue Geschichte

Wer bisher keinen Kontakt mit Gundam hatte, muss sich nicht erst durch Jahrzehnte an Vorgeschichte arbeiten. Regisseur Kenji Kamiyama («Ghost in the Shell: Stand Alone Complex») und Autor Toh Enjoe erzählen eine neue Geschichte in einem eigenständigen Universum.

Im Mittelpunkt steht RE-X, ein künstlich erschaffener Mensch, der speziell für die Steuerung des Mobile Suits «Gundam Helix» geschaffen wurde. Nachdem er drei Jahre bewusstlos durchs All getrieben ist, wird er angesichts der gewaltigen Bedrohung «Apocalypse» als Verstärkung zurück ins Geschehen geholt.

RE-X sehe ich in der Demo nur selten, meist steckt er im Mobile Suit.

RE-X selbst bekomme ich in der Demo allerdings nur selten zu Gesicht – die meiste Zeit verbringt er im Cockpit seines Mobile Suits.

Spielerisch ruht Rogue Orbit auf drei Säulen: einer umfangreichen Kampagne, schnellen Mecha-Gefechten und der individuellen Anpassung des eigenen Mobile Suits. Der Ablauf ist dabei schnell verinnerlicht: Mech konfigurieren, Mission auswählen, Gegner ausschalten und die Geschichte vorantreiben. Zwei Einsätze darf ich auf der gamescom selbst ausprobieren.

Mit dem Assault Sword in den Nahkampf

Wie sich die Kämpfe spielen, hängt stark von der gewählten Bewaffnung ab. In der Demo stehen drei unterschiedliche Waffen beziehungsweise Loadouts zur Verfügung:

  • Assault Sword: Setzt auf wuchtige Nahkampfkombos.
  • Whip Sword: Wechselt flexibel zwischen Nah- und Fernkampf.
  • Sword Lance: Belohnt präzise Ausweichmanöver mit Energie für starke Fernangriffe.

Bei der ersten Mission entscheide ich mich für das Assault Sword.

Jede Waffe verfügt zudem über eine eigene, besonders mächtige Spezialfähigkeit.

Für meine erste Mission wähle ich das Assault Sword. Gemeinsam mit Pilotin Elaine kämpfe ich mich durch einen von Apocalypse-Truppen besetzten Weltraumhafen.

Gerade in den engen Gängen spielt die Nahkampfwaffe ihre Stärken aus. Ich stürze mich ins Getümmel, kombiniere leichte und schwere Angriffe mit Sprüngen und Dashes und bleibe ständig in Bewegung. Die Standardgegner stellen dabei zunächst keine große Herausforderung dar. Am Ende wartet mit «Giant» immerhin ein erster Zwischenboss.

Die Steuerung geht sofort ins Blut über. Angriffe, Ausweichmanöver und Spezialfähigkeiten lassen sich ohne komplizierte Tastenkombinationen miteinander verbinden. Trotz seiner gewaltigen Größe bewegt sich der Mech überraschend agil. Zusammen mit dem Overdrive-Modus entsteht schnell ein ausgesprochen befriedigendes Machtgefühl.

Mit der Sword Lance auf Distanz

In der zweiten Mission greife ich zur Sword Lance – und damit verändert sich das Spielgefühl deutlich. Statt direkt auf die Gegner loszugehen, halte ich Abstand und konzentriere mich auf präzise Ausweichmanöver.

Den Schwachpunkt anzugreifen hiflt.

Gelungene Evasion lädt meine Energieanzeige auf, die ich anschließend für mächtige Fernangriffe nutzen kann. Ausweichen wird dadurch vom reinen Verteidigungsmanöver zu einem wichtigen Bestandteil der Offensive.

Zusätzlich stehen die sogenannten «Apocalypse Units» zur Verfügung. Der Sylphid nimmt anvisierte Gegner automatisch unter Beschuss, während der Guardian eine schützende Schildbarriere erzeugt.

Treffer füllen außerdem die Leiste für den «Over-Rise»-Zustand. Ist dieser aktiviert, kosten Boosts keine Ausdauer mehr und gegnerische Treffer bleiben kurzzeitig wirkungslos. Je nach gewählter Apocalypse-Einheit stehen zudem unterschiedliche Flächenangriffe zur Verfügung.

Ein Bosskampf mit taktischer Note

Besonders interessant wird es beim Kampf gegen den gigantischen Mecha-Drachen «Drake». Statt einfach nur dessen Lebensleiste zu leeren, kann ich einzelne Körperteile gezielt anvisieren und zerstören.

Das hat direkte Auswirkungen auf den Kampf: Beschädigte Körperteile schwächen die Angriffe des Bosses und machen den Kampf deutlich taktischer. Gerade beim Gegnerdesign zeigt die Demo hier ihre bisher stärkste Seite.

Mission Accomplished, Yes!

Auch akustisch macht Rogue Orbit einen guten Eindruck. Booster, Waffen und Treffer vermitteln ordentlich Wucht, während der Soundtrack den schnellen Kampffluss passend begleitet.

Auf eine klassische Block-Mechanik verzichtet das Spiel. Stattdessen steht mit dem «Tactical Move» ein präzises Ausweichmanöver zur Verfügung. Bei richtigem Timing werde ich kurzzeitig unverwundbar und kann direkt hinter den Gegner gelangen.

Zwei Kritikpunkte bleiben

Die beiden gespielten Missionen vermitteln bereits, wie unterschiedlich sich die Waffen spielen. Und das, obwohl ich in der Demo noch keinen vollständigen Einblick in die freien Customization-Möglichkeiten bekomme.

Zwei Punkte bereiten mir nach den 45 Minuten allerdings noch etwas Sorgen.

Zum einen der Schwierigkeitsgrad: Sowohl die Standardgegner als auch Boss «Drake» bereiten mir im ersten Versuch kaum Probleme. Hoffentlich wurde der Härtegrad für die Messe bewusst niedrig angesetzt. Denn das Kampfsystem bietet genügend Mechaniken, um deutlich anspruchsvollere Gefechte zu ermöglichen.

Zum anderen fehlt mir das Größengefühl: Obwohl ich einen riesigen, mehrstöckigen Mech steuere, vermitteln die weitläufigen Areale nur bedingt den Eindruck, tatsächlich in einem tonnenschweren Koloss unterwegs zu sein.

GUNDAM ROGUE ORBIT erscheint am 5. März 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC.

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