Gears of War: E-Day: Angeblich nur 400.000 Exemplare verkauft

Trotz großer Marke und hoher Erwartungen soll sich Gears of War: E-Day bislang nur etwas mehr als 400.000 Mal auf Xbox und Steam verkauft haben. 

Für Gears of War: E-Day gibt es erste Zahlen zur kommerziellen Performance. Der neue Shooter von The Coalition soll bislang mehr als 400.000 Exemplare auf Xbox und Steam verkauft haben. Die Angaben werfen allerdings eine interessante Frage auf: Wie erfolgreich ist ein Spiel, das gleichzeitig ohne zusätzlichen Kauf über den Xbox Game Pass verfügbar ist?

Über 400.000 verkaufte Exemplare

Die Verkaufszahlen gehen aus einem Bericht von Tom Warren bei The Verge hervor. Demnach beruft sich der Journalist auf eine Quelle, die mit den Verkaufsdaten vertraut sein soll.

Die genannten Zahlen umfassen Verkäufe auf Xbox und Steam. Eine offizielle Bestätigung von Microsoft oder dem Entwicklerstudio The Coalition gibt es bislang nicht.

Wie gut sich der Shooter tatsächlich entwickelt, lässt sich anhand dieser Daten allein allerdings kaum beurteilen. Schließlich ist Gears of War: E-Day auch Bestandteil des Xbox Game Pass.

Welche Rolle spielt der Xbox Game Pass?

Abonnenten des Microsoft-Dienstes können Gears of War: E-Day spielen, ohne das Spiel separat kaufen zu müssen. Dadurch dürfte ein Teil der tatsächlichen Spielerschaft in den Verkaufsstatistiken nicht auftauchen.

Genau hier liegt die Schwierigkeit bei der Bewertung: Neben den klassischen Verkäufen müsste auch berücksichtigt werden, wie viele Spieler den Titel über den Game Pass nutzen und welchen wirtschaftlichen Beitrag das Spiel zum Abonnementgeschäft leistet.

Auch Tom Warren stellt die Frage, ob Microsoft mit der bisherigen Performance im Game Pass zufrieden ist und ob die Einnahmen aus dem Abonnementmodell die möglicherweise entgangenen Einzelverkäufe ausreichend kompensieren.

Hätte eine PS5-Version mehr Verkäufe gebracht?

Ein weiterer Aspekt ist die Entscheidung, Gears of War: E-Day nicht gleichzeitig für die PlayStation 5 anzubieten. Eine zusätzliche Veröffentlichung auf Sonys Konsole hätte das potenzielle Publikum erweitert und möglicherweise weitere Verkäufe ermöglicht.

Microsoft setzt bei dem Shooter stattdessen auf Xbox, Steam und die Integration in den eigenen Game Pass.

Verkaufszahlen sind nicht gleich wirtschaftlicher Erfolg

Gears of War gehört zu den bekanntesten Marken im Xbox-Universum. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an einen neuen Serienteil.

Die bislang genannten mehr als 400.000 Verkäufe liefern zwar einen ersten Anhaltspunkt, erlauben aber noch keine abschließende Bewertung. Dafür wären zusätzliche Informationen zu den Game-Pass-Spielern, den daraus resultierenden Einnahmen und den Entwicklungskosten notwendig.

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