Tekken 7 – Das Kult-Beat ‚em Up ist zurück

Auf einen letzten Kampf: Tekken 7 im Test für die Playstation 4

Die über 20 Jahre anhaltender Streit zwischen Heihachi Mishima und seinem Sohn Kazuya findet mit Tekken 7 ein Ende. Wir haben das finale Kapitel der Mishima-Saga getestet. 

Alles startet mit einem epischen Intro. Riesige Muskelpackete, die sich gegenseitig verkloppen und ganze Wolkenkratzer zerstören. Die Story ist dabei so schlecht, dass sie daher auch recht kurz erklärt ist: Die beiden größten Militärunternehmen stehen sich im globalen Krieg gegenüber. Auf der einen Seite Heihachi Mishima, auf der anderen sein Sprössling Kazuya. Beide haben das Ziel ihren Gegenüber ein für alle Mal zu vernichten.

Hollywoodreife Vorstellung

Im Storymodus spielen wir die einzelnen Charaktere und übernehmen an einigen Punkten die Steuerung. Dabei sind die Übergänge zwischen den Filmsequenzen und den spielbaren Szenarien fließend. Dabei gibt es keinen nervigen Ladebildschirm. Wir sind direkt mittendrin!

Erzählt wird die Geschichte von einem Journalisten, dessen Familie Opfer des Krieges wurde. Dabei wird nochmal der ganze Handlungsstrang der Tekken-Saga in mehreren Kapiteln zusammengefasst, sodass man auch als Neuling nichts verpasst. Jedoch ist der Storymodus sehr filmlastig. Denn es gibt gleich einige Kapitel, in denen wir überhaupt nicht agieren können. Darüber hinaus ist die Hauptstory nach gut 2 Stunden bereits durch.

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Die 28 Charakter-Episoden hätten lieber mal einige Kämpfer nochmals beleuchten sollen. Doch die einzelnen Episoden bestehen lediglich aus einem kurzen Eingangstext, einem Standard-Kampf sowie einem kurzen, meist unterhaltsamen, Clip zum Abschluss.

Es geht ans Eingemachte!

Das Kampfsystem ist komplett ausgereift. Jeder Charakter hat seinen eigenen Kampfstil und ist dadurch einzigartig. Sogar die Tastenkombinationen der Moves unterscheiden sich von Kämpfer zu Kämpfer. Mit den Aktionstasten werden die einzelnen Gliedmaßen des Kämpfers gesteuert. Je nach Charakter sind entweder Schläge, Tritte oder gar Griff-Moves am effektivsten.

Auch nach 20 Jahren bietet euch die Serie noch Neuerung. Größtes Highlight in Tekken 7 sind die neuen Rage-Art-Moves. Sobald die eigene Energie einen kritischen Level erreicht, lässt sich mit der R1-Taste diese Spezial-Attacke aktivieren. Ruckzuck ist der Power-Balken des Gegners um ein Drittel reduziert und macht den Rest des Kampfes nochmal spannend. Besonders in Online-Fights ersparen sie dem einen oder anderen Controller den Wurf gegen die Wand.

Online ist die Macht

Das Herzstück des Prügelspiels ist ganz klar der Onlinemodus. Ob in Ranglisten-Matches oder Turnieren. Das gnadenlose Verprügeln eines echten Gegners macht immer noch am meisten Freude. Jeder Sieg wird mit Preisgeldern und Rangbeförderungen belohnt. Der eigene Rang ist letztlich auch der Motivator zum Spielen. Er stellt quasi den Level dar, der je nachdem wie viele Kämpfe gewonnen bzw. verloren werden steigt oder eben sinkt.

Es gibt insgesamt 36 spielbare Charaktere. Darunter zehn Neulinge wie etwa dem italienischen Exorzisten Claudio, dem Monster-Mutant Gigas oder Stargast der Street Fighter Serie Akuma. Gestrichen wurden dafür unter anderem Marduk und der Polizist Lei. Die neuen Kämpfer sind allesamt gut gebalanced und fügen sich problemlos in den Kämpferpool ein.

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Zudem gibt es auch einen Customizing-Bereich, bei dem ihr eure Krativität freien Lauf lassen könnt. Finanziert werden die neuen Accessoires übrigens durch die Ingame-Währung, die während der Kämpfe verdient wird.

Fazit

Rein Gameplay technisch ist Tekken 7 vielleicht der beste Teil der Serie. Durch das Hinzufügen der neuen Rag-Art-Moves wird das Spielerlebnis nochmal aufgewertet. Die Kämpfe sind spaßig und besonders das Kämpfen gegen Online-Gegnern garantiert echten Langzeitmotivation. Einzig der Storymdus bleibt etwas auf der Strecke, der trotz cooler Action eher wie ein etwas zu kurz geratener Spielfilm wirkt.

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