Little Nightmares im Test – Grusel-Abenteuer lehrt uns das Fürchten

Bildergebnis für Little NightmaresDas Gruselabenteuer Little Nightmares – kleine Albträume der schwedischen Entwickler Tarsier Studios weckt Kindheitsängste und schickt euch in eine gruselige Spielwelt, in der grausige Riesen und dunkle Räume nur auf euch warten. Warum sich der Ausflug in das bizarre Abenteuer lohnt, erfahrt ihr bei uns.

In Little Nightmares spielen wir das zierliche Mädchens Six, die sich plötzlich in einer gruseligen Welt wiederfindet. Im „Schlund“ schaukelt es die ganze Zeit hin und her und die Räume sind dunkel wie die Nacht. Lediglich ein Feuerzeug hilft uns und bringt etwas Licht ins Dunkle. Zu allem Überfluss sind die ganzen Objekte im Schlund überdimensional groß, sodass wir das Mädchen durch die riesigen Räume lotsen müssen.

Von Anfang an fordert uns das Abenteuerspiel heraus, die Gegend ganz alleine zu erkunden und Rätsel zu lösen. Doch das Wichtigste überhaupt: Wir müssen in der gruseligen Spielwelt um unser Leben kämpfen.

Auf der Suche nach des Rätsels Lösung

Viele Rätsellösungen sind auf Anhieb nicht sofort erkennbar, sodass wir beispielsweise erst Schalter in weit entfernten Räumen betätigen, um Fallen zu deaktivieren, die uns anfangs erst nicht Weiterkommen gelassen haben.

Der Schlund ist quasi ein riesengroßer Kletterpark, indem Six über Gegenstände klettert, Abgründe springt oder Kisten als Kletterhilfen vor sich hin und her schiebt. Doch wo ist der Gruselfaktor? – Neben all den Geschichlichkeitspassagen muss sich Six auch vor den übermächtigen Gegnern verstecken (Dazu später mehr) oder Lichtstrahlen gekonnt ausweichen, welche das Mädchen in Sekunden zu Staub zerfallen lassen.

Im Schlund hört dich niemand schreien

Wie wir bereits oben erwähnt haben, ist Six nicht alleine im Schlund unterwegs. Zwar ist sie zu Beginn des Spiels noch ganz alleine unterwegs, doch schon nach ein paar Räumen weiter bekommen wir es mit diversen gruseligen Gestalten zu tun. Zum einen gibt es da den blinden Hausmeister, der mit seinen riesigen Armen nach uns und allem in seiner Nähe greift oder die zwei dicken Kochzwillinge, die uns unbedingt in dem Kochtopf schmoren sehen wollen.

Das klingt alles sehr aufregend und beängstigend zugleich. Doch die Freude nach der Spannung wehrt nicht lange, da das Speichersystem einfach nur frustrierend ist. Es funktioniert einfach nicht so, wie man es von anderen Spielen kennt. Zu häufig werden die Speicherpunkte zu früh gesetzt, sodass eigentlich schon überwundene Rätsel erneut wiederholt werden müssen.

Nichtsdestotrotz haben uns die Schleich-Passagen oder die vielfältigen Herausforderungen gefallen, die sehr anspruchsvoll sind und immer wieder Abwechslung ins Spiel bringen. Abgerundet wird all dies durch die schaurig schönen Level. Hinzu kommen noch die passenden Licht- und Schattenspiele, welche durch einen gelungenen Soundtrack und eine wunderbare Soundkulisse untermalt werden.

Verfügbarkeit

Little Nightmares ist ab 28. April für PS4, Xbox One und PC verfügbar. USK: ab 12 Jahren. Preis: ab 20 Euro.

Fazit

Uns hat Little Nightmares sehr gut gefallen. Auf der einen Seite ist das Spiel ziemlich schaurig, doch auf der anderen Seite einfach nur wunderschön gestaltet, das von seiner düsteren Atmosphäre lebt. Gekonnt verbindet das Gruselspiel mysteriöse Rätsel und Geschicklichkeitsabschnitte, jedoch schwächelt es beim verunglückten Speichersystem. Wer auf subtilen, aber effektiven Horror steht, wird eine Menge Spaß mit Little Nightmares haben.

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